„Wie Demokratien sterben“

Erhard Eppler empfahl dieses Buch bei seinem Besuch in Göppingen. Es zu lesen sei quasi Pflichtlektüre. Ach hätten die beteiligten Parteien beim Thema Müllheizkraftwerk dies doch getan. Sie hätten bemerkt, wie der schleichende Prozess „Spaltung“ sich wie von einer kleinen Bergquelle zu einem reißenden Fluss entwickelt und bis in die untersten Gremien unserer Demokratie hineinwirkt.

Ob bei der Großmacht USA oder beim kleinen Ortsverein Göppingen der SPD wirkt dieser Prozess zerstörend und verstörend, und wird meistens erst bemerkt, wenn es zu spät ist.

Nur mit Mühe konnte die Ortsvorsitzende Hilde Huber die Mitgliederversammlung der SPD Göppingen wieder beruhigen, nachdem der Beschluss des Kreistages zur Müllverbrennung bekannt wurde. Wut und Fassungslosigkeit wurden lautstark zum Ausdruck gebracht. Eine Protestaktion stand kurz bevor. Doch Hilde Huber mahnte die Spaltung nicht noch zu vertiefen, sondern im Gegenteil die Kommunikation zu suchen. So wurde beschlossen, die Kreistagsvertreter der SPD zu ihrer Entscheidung zu befragen.

Dass die SPD, wie 1995 schon geschehen, geschlossen gegen die Privatisierung der Müllverbrennung steht, sei wieder das Ziel. Denn anders könne man im Wahljahr 2019 den Mitbürgern und Mitbürgerinnen Kommunalpolitik nicht erklären.

Die Spaltung durch Zusammenhalt bekämpfen, heißt die Demokratie retten.

Die Mitglieder des Ortsvereins Göppingen der SPD

 

Die bei der Mitgliederversammlung ausgezeichneten SPD-Jubilare:

10 Jahre Heike Finkel
10 Jahre Sebastian Wulf
25 Jahre Bernhard Reick
40 Jahre Günter Helmel
50 Jahre Dieter Riegel.


 

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