Stadtentwicklung Göppingen

Stadtentwicklung Göppingen

Die SPD-Gemeinderatsfraktion sieht die derzeitige Stadtentwicklung Göppingens etwas kritisch, es drohen einige Fehlentwicklungen, dazu hat die Corona – Pandemie verschiedene Probleme nochmals verschärft.

Die geplante Schließung des Kaufhofs wird sich (falls sie denn tatsächlich so durchgeführt wird) leider negativ auf die Entwicklung des neunen Einkaufszentrums „Agnes“ auswirken – und dies hat dann leider wieder Auswirkungen auf das gesamte Bleichstraßen-Umfeld.

Die Attraktivität der Bleichstraße als „Einkaufsmeile“ war sowieso immer relativ begrenzt, die Lage ist keine sogenannte „1A – Lage“ und ist damit auch schon bisher für den Einkaufsbummel außerhalb der dortig angesiedelten großen Geschäfte eher von untergeordneter Bedeutung gewesen.

Es wird großer Anstrengungen bedürfen, dieses Quartier zu attraktivieren – und das völlig ungeachtet der noch nicht beendeten Corona-Pandemie.

Das Quartier nördlich der Hauptstraße ist schon seit Jahren im Wandel begriffen, immer mehr Läden ziehen sich aus diesem Bereich zurück. Es gilt, neue Konzepte für Wohnen, Gastronomie und andere Nutzungen zu schaffen – die angestrebte Nutzung als neues Verwaltungszentrum scheint da aber eher nicht dazu zu gehören, denn möchte man an dieser Stelle abends und nachts sowie an Wochenenden unbelebte Verwaltungsbüros haben?

Attraktivierung eines Quartiers geht sicherlich anders, auch wenn die Stadt (in diesem Fall von Corona beeinflusst) in den nächsten Jahren sparsamer wirtschaften muss.

Die Erarbeitung und Umsetzung von Stadtteilentwicklungskonzepte mit entsprechenden Quartiersentwicklungen z.B. in Ursenwang oder Faurndau haben deutliche Zeitverzögerungen, wie das weitergehen soll ist für die SPD Gemeinderatsfraktion von entscheidender Bedeutung.

Nach dem der vergebliche Versuch des Gemeinderates, einen neuen Baubürgermeister zu wählen (das Verfahren wurde leider zu einer reinen Farce, welche die Stadt Göppingen nachhaltig zu schädigen droht), wird diese Aufgabe auch nicht einfacher und schneller umsetzbar sein.

In der Innenstadt wird kräftig an diversen Baustellen gearbeitet, hier muss aber dringend darauf geachtet werden, dass die Stadtteile mit ca. 50% der Göppinger Bevölkerung in ihrer Entwicklung nicht einfach abgehängt werden.

Auch dürfen Projekte wie z.B. die städtebauliche Entwicklung des Kleemannareals nicht ohne Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der zuständigen Gremien in Angriff genommen werden.

Ganz wichtig bei allen zukünftigen Maßnahmen: Die Verfügbarkeit und Bau von bezahlbarem Wohnraum, und dies bei Schonung der Umweltressourcen, es gilt also eindeutig: Innenentwicklung vor Außenentwicklung.

Die SPD Gemeinderatsfraktion wird die notwendige städtebauliche Entwicklung Göppingens auch in Zukunft kritisch begleiten und wo nötig entsprechende Anträge in den Gemeinderat einbringen.

Ihre SPD-Fraktion:

Armin Roos, Hilde Huber,

Dr. Michael Grebner, Heidrun Schellong,  

Christine Schlenker, Hue Tran

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