Leben regt sich in Göppingen

Die SPD-Gemeinderatsfraktion ist sehr froh, es bewegt sich etwas in Göppingen, das Leben kehrt nach dem Abflauen der Corona-Pandemie langsam wieder in die Stadt zurück.

 

Der etwas betulich wirkende baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann würde dagegen (gefühlt) die Menschen am liebsten noch für längere Zeit in Einzelquarantäne schicken – Souveränität beim Umgang mit der Pandemie bei deren Abflauen sieht für uns leider anders aus.

Die Bürgerinnen und Bürger handeln glücklicherweise enorm verantwortungsbewusst, die Neuerkrankungsrate ist aktuell nur noch gering.

Frau Merkel und Herr Kretschmann sollten die Menschen nicht wie unmündige Kinder behandeln, die man am besten vor sich selbst schützen muss .

Der Versuch, in Baden-Württemberg eine Ampel für den Prozess der dringend notwendigen Reduzierung der Corona-Beschränkungen zu schaffen, ist wieder typisch für dieses Vorgehen.

Die Menschen erwarten klare zeitliche Ansagen für das weitere Vorgehen, keine abstrakte Ampelregelung.

So sind z.B.  Kontaktbeschränkungen für das Sozialleben in mehrfacher Hinsicht schädlich (z.B. für ältere Menschen, Kranke, die kindliche Entwicklung….).

Auch die Wirtschaft braucht klare Signale für die dringend nötige Planungssicherheit.

Das Wiederhochfahren von Schulen und Kindertagesstätten hakt, weil das Nachdenken über die Umsetzung der vorgeschriebenen Hygienekonzepte erst verspätet begonnen hat –viele Schulen haben dafür auch katastrophale Voraussetzungen, wenn schon teilweise Warmwasser fehlt….

Viele Eltern (naturgemäß besonders auch viele Alleinerziehende) fühlen sich von der Politik allein gelassen, die versprochenen finanziellen Ausgleichsmaßnahmen sind da kaum mehr als ein Tropfen auf einen heißen Stein – die Fammilien tragen in diesen zeiten mit Abstand die größte Last in der Corona-Krise.

Die Politik verspricht den Menschen seit Langem, dass sie für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen will, das konnte in den letzten Wochen aber nur unzureichend gewährleistet werden – die verantwortlichen Politiker müssen dringend schauen, dass hier kein nachhaltiger Vertrauensverlust in Bezug auf diese Versprechungen entsteht.

Auch das Prinzip der Chancengleichheit bei der Bildung ist durch den fehlenden Präsenzunterricht stark gefährdet, denn bereits vor der Krise leistungsmäßig abgehängte Schülerinnen und Schüler drohen mittlerweile völlig den Anschluss zu verlieren – mit weitreichenden Folgen für unsere zukünftige gesellschaftliche Entwicklung.

Die Stadt Göppingen tut einiges mit ihrem Angebot an die Notbetreuung von Kindern, dies ist sehr anerkennenswert.

Die Kommunalpolitik wird aber in den nächsten Monaten viele Corona-Trümmer „aufkehren“ müssen, auch finanziell wird dies für die Stadt Göppingen nicht einfach werden.

Die Gastronomie ächzt unter den rigorosen Zwangsschließungen und macht sich ernsthafte Sorgen um ihre Zukunft, auch hier ist die Bundespolitik gefordert.

Die SPD Gemeinderatsfraktion wird in den nächsten Monaten diesen Prozess konstruktiv begleiten und nötige Unterstützungsmaßnahmen beantragen, die den am schlimmsten von den Corona-Einschränkungen betroffenen Menschen möglichst schnelle und umfassende Hilfe bringt.

Wir hoffen inständig, dass alle Bürgerinnen und Bürger auch nach Aufhebung der meisten Corona-Beschränkungen eine Stadt Göppingen genießen können, die wieder voller Lebensfreude steckt und in welcher hoffentlich alle Geschäfte sowie Gaststätten und Restaurants  diese Pandemie einigermaßen unbeschadet überstehen konnten

Ihre SPD-Fraktion:

Armin Roos, Hilde Huber,

Dr. Michael Grebner, Heidrun Schellong,  

Christine Schlenker, Hue Tran

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