OB Till verliert den Bezug zur Realität - Zu einer OB-Trabantenstadt im Dittlau sagt die SPD-Fraktion eindeutig nein.

Die Faurndauer Sozialdemokraten fahren hartes Geschütz auf. In der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats haben sie Oberbürgermeister Till vorgeworfen, den Bezug zur Realität in Sachen Dittlau- Bebauung verloren zu haben. SPD-Fraktionsvorsitzender Armin Roos belegte den Vorwurf mit mehreren Hinweisen. Er verwies darauf, dass wichtige Gutachten einfach noch nicht von der Verwaltung beigebracht wurden. Dazu gehören z.B. ein Lärmgutachten und ein erweitertes Artenschutzgutachten. Außerdem werden wichtige Themenfelder nicht beachtet, wie der Verbau der Kalt-bzw. Frischluftschneise für das Filstal. Auch Fragen nach dem Bestand des Faurndauer Sportgeländes, des Tierheims und dem Verlust des für Göppingen so wichtigen Naherholungsgebiets mit wertvollem Ackerland werde vom OB  nicht angesprochen.

Die SPD wehrt sich auch gegen die „Schönsprechblasen“ aus dem Rathaus, wie „Familienwohnen“ und „Jungen Menschen die Bildung von Wohneigentum ermöglichen“.

„Welche junge Familie kann sich denn einen Bauplatz mit einem Preis von EUR 400 je qm leisten?“, so Armin Roos und vermutet, dass Göppingen wohl den Wohnraumausputzer für den Großraum Stuttgart spielen soll.

Mit Nachdruck verweist die SPD auch darauf, dass für eine notwendige Verkehrsführung kein überzeugendes Konzept vorliegt. Von einer Entlastung vom Verkehr des Faurndauer Innenorts kann überhaupt keine Rede sein. Hinzu kommen interessante Hinweise aus den vorliegenden Gutachten. So reicht offensichtlich die bestehende Abwasser-Infrastruktur nicht aus so dass weitgehend neue Lösungen gesucht werden müssen. Das bedeute, so Roos im Umkehrschluss, dass umfangreiche Ver- und Entsorgungseinheiten vollständig neu gebaut werden müssen.

Besonders kritisch bewerten die SPD die Studien zur Bevölkerungsentwicklung der Stadt Göppingen und den daraus berechneten Neubaubedarf von Wohnraum. „Nach wie vor klaffen die Zahlen des quantitativen und qualitativen Bedarfs weit auseinander“, so A. Roos und er verweist darauf , dass der Strukturwandel gerade im Raum Stuttgart die Zahl der künftigen Arbeitsplätze wesentlich verändern wird.

SPD OV Faurndau

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