„Das Wir ist stärker als das Ich !"

„Das Wir ist stärker als das Ich !"

Die Schulstraße, im Herzen der Innenstadt, direkt hinter dem Rathaus, war der Schauplatz am Freitagabend und Samstagvormittag des vergangenen Wochenendes. Der parteilose Kandidat für das Oberbürgermeister-Amt der großen Kreisstadt Göppingen, Martin Müller, lud zum Kennenlernen ein und hatte prominente Gäste eingeladen.

Das Wetter hatte es gut gemeint und bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich ein ständiges Kommen und Gehen von Gästen an den Stehtischen in der Straße und in der offenen Galerie von Brigitte Mauch.

Martin Müller ist offen und kommunikativ, geht auf Menschen zu und entspricht nicht dem gängigen Politiker-Typ. „Göppingen benötigt neuen Zusammenhalt und es benötigt einen Kompass, was diese Stadt gemeinschaftlich erreichen will. Daran fehlt es. Das spüre ich in all den Sommerwochen, seitdem ich hier in der Stadt bin, mich wohl fühle, aber eben auch die enormen Defizite im Miteinander wahrnehme".

Gradeheraus vertritt er, im Kontrast zum Zeitgeist der letzten Jahrzehnte, für eine künftige soziale Stadtpolitik:

„Das Wir ist stärker als das Ich".

Müller machte aber klar, daß es ihm nicht nur um einen Wandel im Stil in der Führung der Stadt geht, sondern auch in der Sache sich einiges verändern muss.

Dass Göppingen als Hochschul-Stadt aktiv werden muss, statt bloß defensiv den Standort zu verteidigen.

Dass der öffentliche Nahverkehr im Einzugsbereich einer kleinen Großstadt, wenn man die eigenständigen, aber doch zusammengewachsenen Umland-Kommunen dazu nimmt, ganz anderen Ansprüchen als heute genügen muss.

Dass die traditionelle Schulstadt Göppingen In Ausstattung und Wertschätzung mehr für die Zukunft tun muss.

All das waren Themen, die am Rande in Gesprächen immer wieder anklangen. Kaum jemand glaubt, dass wenige Wochen vor dem Wahltag die jahrelange Stagnation noch übertüncht werden kann.

Der Slogan ‚Martin Müller machts' ( MMM ) ist deshalb Programm und Versprechen des neuen Mannes von außen, der im baden-württembergischen Städtetag und als Sozialamtsleiter einer großen Kreisstadt profunde Verwaltungserfahrung vorweisen kann.

Mit Martin Müller kann Göppingen einen Oberbürgermeister erwarten, der gute Verbindungen in die Region und das Land besitzt und der die Fähigkeit zur Zusammenarbeit hat.

Das zeigte die Gästeliste, die sich zum Wahlauftakt eingefunden hatte. Etwa Hartmut Engler, Frontmann von ‚Pur', der Müller seit langem aus Bietigheimer Tagen verbunden ist.

Oder Markus Ewald , Oberbürgermeister von Weingarten, Stadtoberhaupt einer aufstrebenden und traditionsreichen oberschwäbischen Stadt.

Richard Leibinger, früherer OB im südbadischen Waldkirch, damals nicht nur Chef von Müller als Sozialamtsleiter, sondern mit ihm ein sprühendes Duo für ‚soziale Innovationen'. Richard Leibinger war es wichtig, in einer beeindruckenden Rede am Freitagabend auch die personifizierten Stärken von Martin Müller herauszustellen, vor allem aber auch eine Lanze für eine selbstbewusste kommunale Kulturpolitik zu brechen: „Für den künftigen bürgerschaftlichen Zusammenhalt ist die Kultur der unverzichtbare Kitt. Dies ist für eine Stadt nicht nur Beiwerk, sondern Existenzgrundlage", ist sein Credo.

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