Baugebiet Dittlau

Die SPD-Gemeinderatsfraktion Göppingen sieht den Bedarf an neuen Wohnungen natürlich auch, aber für uns steht bei Neubau Lebensqualität vor Neubau-Quantität – die SPD steht zum Konzept der Wohnlandbebauung, die der GR einstimmig zugestimmt hat, da war aber auch keine Dittlau vorgesehen, die wurde erst im Nachhinein blitzeschnelle aus dem Hut gezaubert.

Darüber hinaus fehlen für eine ordentliche Fortführung der Untersuchungen, die die Verwaltung im Gemeinderat mit einer Stimme Mehrheit durchgebracht hat, sogar wichtige Gutachten liegen noch nicht vor (erweitertes Artenschutzgutachten, Lärmgutachten).

Das Zubauen der bestehenden Kalt- bzw. Frischluftschneise trotz Klimawandels und immer heißerer Sommer ist ebenfalls nicht zu akzeptieren.

„Familienwohnen Dittlau“ ist das Schlagwort - kommen hier bei qm-Preisen von ca. EUR 400,00 nicht eher die Doppelverdiener ohne Kinder aus Esslingen oder Stuttgart hergezogen, die morgens umgehend auf die B10 Richtung Esslingen und Stuttgart zur Arbeit brausen wollen?

Und dann wird den Menschen weniger Verkehr in Faurndau versprochen – das würde wohl nicht so kommen, denn der Verkehr sucht immer das „Schlupfloch“, wo es am schnellsten vorangeht.

Es würden z.B. viele Autofahrer von der Öde kommend durch den Wald nach Faurndau und dann z.B. Richtung Wangen fahren. Entlastung des Faurndauer Innerortes vom Verkehr? Fehlanzeige….

Dazu kommt noch: Bis heute wartet die SPD-Fraktion auf die Erklärung zu den Zahlen des quantitativen und qualitativen Wachstums der Empirica-Studie.

Quantitativ sei nach dieser Studie nur ein Zuwachs von 1340 Wohnungen nötig, zusätzlich nötig seien aber 1565 durch qualitatives Wachstum, also auch Ersatz von Wohnungen, die nicht mehr den heutigen oder zukünftigen Ansprüchen entsprechen.

Diese neuen Wohnungen können aber zumindest teilweise an den Abrissstellen entstehen, mit entsprechender Verdichtung auch noch deutlich mehr.

Diese Zahlenzusammenhänge wurden trotz mittlerweile dreifacher Nachfrage in verschiedenen Sitzungen bis heute nicht erläutert, dies empfinden wir als inakzeptabel.

Und: könnte der FV Faurndau wirklich bleiben, nachdem er nach diversen Verwaltungskonzepten ja schon mehrmals einfach zwangsumgesiedelt werden sollte? Oder würden die heutigen verschärften gesetzlichen Lärm-Vorschriften umgehend zu einer Klagewelle und zur – zumindest partiellen – Schließung des Sportgeländes führen?

Eine Trabantenstadt Dittlau gebaut aufgrund Spekulationen (Kaffeesatzleserei), OB-Wachstumswünschen und zweifelhaften Zahlen, gepaart mit vielen negativen Auswirkungen für die Bevölkerung (mehr Verkehr, Verlust wertvoller Waldflächen und damit auch eines dringend benötigten Naherholungsgebietes, Verlust wertvoller Ackerflächen)?

Der NABU sagt übrigens zu diesen Ackerflächen: „Wertvolle landwirtschaftliche Fläche mit Lössauflage, bestes und gut zu bearbeitendes Ackerland.“

Zu einer solchen OB-Trabantenstadt sagt die SPD-Fraktion eindeutig nein.

SPD-Fraktion:

Armin Roos, Heidrun Schellong

Christine Schlenker, Dr. Michael Grebner,

Hilde Huber, Claudia Rassi,

Thea Stephan, Klaus Wiesenborn

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