Heilsames Gewitter in der SPD

Die vergangenen Wochen waren für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands wahrlich nicht einfach. Ein gewaltiges Donnerwetter ging über die Partei herein. So war die Frage nach der Beteiligung an einer „Großen Koalition“ heftig umstritten. Ebenso die Absicht des damaligen Parteivorsitzenden Martin Schulz, überraschend den Posten des Außenministers zu beanspruchen. Hinzu kam die Forderung der Parteiführung, die neue Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles gleich zur Parteivorsitzenden zu machen.  Die Reaktionen darauf waren harsch, kritisch und zum Teil auch verletzend für einzelne Protagonisten.

Auch die Faurndauer Sozialdemokraten trauten angesichts der parteiinternen Vorgänge ihren Augen nicht und verstanden sehr gut, dass viele Wählerinnen und Wähler sich von der SPD abwandten.

Auf einer Vorstandssitzung haben die Faurndauer Genossinnen und Genossen beraten und festgestellt: „Das war ein heilsames Gewitter, das die Partei zwar verschreckte, aber gleichfalls auch aufgerüttelt hat“. Nach ihrer Einschätzung sind die Argumente leidenschaftlich ausgetauscht worden und die Parteibasis hat durch Abstimmung entschieden, wie es weitergehen soll. „Die Luft ist dünn, aber sauber“, so Vorstandsmitglied Annette Krotz.

 Für den ehemaligen SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Werner Stepanek waren die Vorgänge ein gutes Indiz dafür, dass die SPD sehr lebendig, diskussionsfreudig, und politisch aktiv ist. Die Parteimitglieder, so Stepanek, „lassen es sich einfach nicht gefallen, bevormundet und von oben her bestimmt zu werden. Für ihn war die Abstimmung durch die Mitglieder ein gutes Beispiel für direkte Demokratie in einer Partei.“

 Auch der amtierende SPD Vorsitzende Herbert Schweikardt ist zufrieden damit, dass seine Partei unter schwierigen Bedingungen demokratisch standhaft war und sich einem Mitgliedervotum gestellt hat. „Da hat die SPD die Nerven behalten und ist nicht vor Meinungsumfragen eingeknickt“.

Der SPD Ortsverein Faurndau rechnet jetzt damit, dass die deutschlandweite Tendenz, der SPD beizutreten, auch in der Region anhält. Für den SPD Fraktionsvorsitzenden Armin Roos ist das eine rationale, selbstbewusste Entscheidung. „Wer kritisch in der Politik mitmischen will“, so Armin Roos, „der muss jetzt zur SPD gehen. Nach dem Gewitter herrscht dort ein frischer Wind“.

 

SPD OV Faurndau             

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